"Wir arbeiten im Moment mit über 100 Kliniken und Praxen zusammen, die uns über Jahre die Bilder entweder per Taxi oder über den Postweg zugeschickt haben."

Prof. Dr. med. Michael Forsting, Universitätsklinikum Essen

Klinikum Osnabrück setzt auch auf Telemedizin

Röntgen- und Strahlenklinik am Klinikum Osnabrück stellte das Pilotprojekt Niedersachsen vorgestellt

11. Juni 2014


Schnellerer und sicherer Versand von Bildern

In der vergangenen Woche wurde in der Röntgen- und Strahlenklinik am Klinikum Osnabrück das Pilotprojekt Niedersachsen vorgestellt.

Der oftmals übliche Weg, Patientenbilder auf Filmen oder Datenträger weiterzugeben, ist mit einen hohen Produktionsaufwand, Zeitverlust und der Ungewissheit behaftet, ob der Datenträger unversehrt beim Empfänger ankommt und die Daten in das dortige System eingelesen werden können. Dies wird dann erforderlich, wenn Voruntersuchungen durchgeführt wurden und entsprechende Bilder zur weiteren Behandlung notwendig sind. Oder, wenn eine Zweitmeinung kurzfristig notwendig ist. Im Teleradiologieverbund ist dies nun kein Problem mehr. Mittels einer herstellerunabhängigen Plattform können nun MRT-, CT- und Röntgenbilder schnell und sicher an den Empfänger geschickt werden.

Mit ersten Übertragungen zwischen Osnabrück und dem Universitätsklinikum Münster startete jüngst das Pilotprojekt Niedersachsen im Westdeutschen Teleradiologieverbund. Bis November, zum Radiologie Kongress Ruhr, sollen rund 20 Kliniken und Radiologische Praxen der Region untereinander und mit den bereits angeschlossenen rund 100 Einrichtungen vernetzt sein. Aufnahmen können zügig angefordert, versendet und empfangen werden. Damit werden eine schnellere und bessere Behandlung des Patienten ermöglicht und Doppeluntersuchungen vermieden. Auch bei der Verlegung eines Patienten in ein anderes Krankenhaus oder Rehaeinrichtung können die vorhandenen Bilder noch vor dem Eintreffen des Patienten in der aufnehmenden Klinik oder Fachabteilung angesehen werden. Somit wird eine lückenlose Behandlung gewährleistet. Dies führt zu einer Zeitersparnis und einer höheren Patientenzufriedenheit.

Zur Vorstellung des Pilotprojektes wurden zahlreiche Kliniken und Praxen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um die praktische Arbeit im Westdeutschen Teleradiologieverbund zu demonstrieren und gemeinsam mit etablierten Teilnehmern die gemachten Erfahrungen und möglichen Anwendungsszenarien zu diskutieren. So referierte Dr. Christian Juhra, Leiter der Stabsstelle Telemedizin am Universitätsklinikum Münster, über Vernetzung, Datenschutz und Nutzen des Systems. Deutlich wurde, dass insbesondere die Versorgung von Schwerstverletzten in einem Traumanetzwerk mit der Bilddatenkommunikation erheblich verbessert wird. Als Gastgeber der Veranstaltung demonstrierte Prof. Dr. Bernd Tombach, Chefarzt der Röntgen- und Strahlenklinik am Klinikum, die praktische Umsetzung der Bilddatenkommunikation.

Link auf die Seite des Klinikums Osnabrück

Aktuelles

24.04.17 | Nachrichten

Westdeutscher Teleradiologieverbund nimmt auf conhIT den 300ten Teilnehmer ins Visier

Auf der conhIT in Berlin erwartet der Westdeutsche Teleradiologiebverbund weitere Interessenten, um das Netzwerk schon bald auf über 300 Teilnehmer erweitern zu können. Drei neue Teilnehmer werden für diesen Schritt symbolisch prämiert. » weiter

21.04.17 | Nachrichten

Neue Infofilme über den Westdeutschen Teleradiologieverbund

Informieren Sie sich über dien Verbund und die praktische Anwendung! » weiter

06.04.17 | Nachrichten

Netzwerk Aktiv Nummer 4

Das neue 6-seitige Magazin mit Berichten aus Aktivitäten in den Regionen. » weiter


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Termine

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Verlegungsbegleitende Bildübermittlung

Bei der Verlegung eines Patienten in eine andere Klinik oder in eine Reha-Einrichtung könnenvorhandenen Bilddaten per DICOM E-Mail die aufnehmende Klinik und Fachabteilung noch vor dem Patienten erreichen. Somit können eine lückenlose Behandlung gewährleistet und Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Postversand-Ersatz

Der übliche Weg, Patientenbilder auf Datenträgern gebrannt weiterzugeben, ist mit einem hohen Produktions-, Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Zusätzlich besteht die Ungewissheit, ob der Datenträger unversehrt ankommt und die Daten in das dortige System eingelesen werden können. Im Verbund erfolgt der Bildversand umgehend per DICOM E-Mail. Der Versender sieht dabei den aktuellen Versandstatus der Bilder und hat somit Gewissheit, dass diese beim gewünschten Empfänger angekommen sind.

Zweitbefundung/Telekonsil

Ist eine zweite Befundung, beispielswiese bei Mammographie, oder eine zweite Meinung sinnvoll oder notwendig, können diese auf kurzem Wege eingeholt werden. Per DICOM E-Mail werden die Bilder komfortabel aus der bestehenden Umgebung an den oder die gewünschten Partner versendet . Über eine Favoritenliste oder ein ausführliches Verzeichnis kann der richtige validierte Empfänger schnell ausgewählt werden.

Facharztkommunikation

Der bilderstellende Arzt kann die Patientenaufnahmen dem zuweisenden Facharzt zeitnah per DICOM E-Mail zusenden, so dass dieser schnell die weiteren Maßnahmen einleiten kann. Dies führt zu Zeitersparnis und einer höheren Patientenzufriedenheit.